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Neue Texte

 

Michael Sommer / Dieter Wolf, Imaginäre Bedeutungen und historische Schranken der Erkenntnis. Eine Kritik an Cornelius Castoriadis (Zugleich ein Beitrag zum Verständnis der Kritik der politischen Ökonomie.) (PDF) (1,09 MB) Hamburg 2008, Argument Verlag • ISBN 978-3-88619-344-8 (274 Seiten) www.argument-buchhandlung.de 10999 Berlin, Reichenberger Straße 150

Waschzettel:
In der Auseinandersetzung mit dem Kapital von Karl Marx machen sich Tendenzen bemerkbar, „hermetische Lesarten“ der Kritik der politischen Ökonomie wegen ihrer angeblichen Verschlossenheit gegenüber Konzepten von „Praxis“, „Kampf“ und „Widerspruch“ zu kritisieren. Vertreter dieser Tendenz nehmen dabei nicht zufällig Elemente auf, die sich auch im Werk von Cornelius Castoriadis finden. In der Auseinandersetzung mit seiner Philosophie werden daher auch Theorien in Frage gestellt, die eine Kritik an „strukturfetischistischen“, für menschliches Handeln keinen Platz lassenden Interpretationen des Kapitals üben. So berechtigt diese Kritik ist: Gegner eines „Strukturfetischismus“ schütten das Kind mit dem Bade aus, wenn sie glauben, sich ohne Rekurs auf die von den Menschen selbst geschaffenen, aber nach einer Seite hin unbewussten ökonomisch-gesellschaftlichen Strukturen für eine schöpferische, auf die Emanzipation der Menschen ausgerichtete Praxis einsetzen zu können. Angesichts der Bedeutung, die Aristoteles’ Auffassung von Gerechtigkeit und Gleichheit in der politisch-theoretischen Diskussion zukommt, geht es darum, wie sich Castoriadis mit Aristoteles auseinandersetzt und vergeblich versucht, ihn gegen Marx auszuspielen. Die – auch als Beitrag zur Interpretation der Kritik der politischen Ökonomie zu verstehende – Abhandlung ist daher nicht nur wegen der spürbaren „Renaissance“ des Werkes von Cornelius Castoriadis aktuell. Es geht auch darum, mit Hilfe des Marxschen Kapitals die Bedingungen einer emanzipatorischen Praxis aufzuzeigen, mit der die Menschen beginnen können, sich aus der von ihnen selbst geschaffenen und damit selbst verschuldeten Naturwüchsigkeit ihres ökonomisch-gesellschaftlichen Zusammenhangs zu befreien.

 

Dieter Wolf: Zur Methode in Marx’ „Kapital“ unter besonderer Berücksichtigung ihres logisch-systematischen Charakters. Zum Methodenstreit zwischen Wolfgang Fritz Haug und Michael Heinrich. (PDF)

In: Ingo Elbe, Tobias Reichardt, Dieter Wolf: Gesellschaftliche Praxis und ihre wissenschaftliche Darstellung. Beiträge zur Kapital-Diskussion Wissenschaftliche Mitteilungen. Heft 6. Argument Verlag, Hamburg, 2008.
ISBN 978-3-88619-655-5 Hrsg.:Carl-Erich Vollgraf, Richard Sperl & Rolf Hecker

Inhaltsverzeichnis des ganzen Buches (der Beiträge aller Autoren) und Klappentext: Siehe weiter unten

 

Warum konnte Hegels „Logik“ Marx „große Dienste leisten“? (PDF)

Vortrag gehalten am 28. 11. 2009 in Berlin auf der "Internationalen wissenschaftlichen Konferenz:
Marx mit der MEGA neu lesen!"

Die ausführlichere Langfassung dieses Vortrags wird in der ersten Hälfte des Jahres 2010 erscheinen:
In: Carl-Erich Vollgraf, Richard Sperl & Rolf Hecker (Hrsg.): Beiträge zur Marx-Engels-Forschung, Neue Folge 2010, Hamburg 2010, Argument, Berlin/Hamburg 2010

 

Ankündigung eines neuen Buchs. Ein Band in der Schriftenreihe "Kritik der politischen Ökonomie - interdisziplinär" Hrsg. Dieter Wolf
"Klappentext" (Waschzettel) für das voraussichtlich im April 2010 im Argument-Verlag., Hamburg
erscheinende Buch:
Dieter Wolf, Vom Wert zum Produktionspreis
Die allgemeine Profitrate als "Attraktor" eines sozialen komplexen Systems
Mit einer Kritik an Michael Heinrichs Buch „Die Wissenschaft vom Wert“

Der Zusammenhang zwischen dem Wert der Waren und ihrem über die Herstellung der Durchschnittsprofitrate vermittelten Produktionspreis wird bekanntlich unter dem Etikett eines so genannten „Transformationsproblems“ diskutiert. Hierbei wird die Marxsche Werttheorie zugunsten einer Gebrauchswerte verrechnenden Preistheorie aufgegeben. Theoretiker wie z.B. Ladislaus von Bortkiewics und Michael Heinrich stellen einen statisch-linearen Zusammenhang zwischen Wert- und Preisebene her, der so nicht existiert. Ihrem monokausalen Verständnis von Wissenschaft bleibt die durch das Kapitalverhältnis bestimmte ökonomisch-gesellschaftliche Wirklichkeit entzogen, soweit sie eine Selbstorganisation in einem sozialen komplexen System ist. Es kommt alles darauf an zu verstehen, wie vermittels des unbewusst-bewussten Handelns der Menschen die unterschiedlichen, sich wechselseitig bedingenden und beeinflussenden ökonomisch-gesellschaftlichen Elemente und Bereiche produziert und reproduziert werden. Hiermit gilt es das Problem zu lösen, nichtlineare Zusammenhänge linear darzustellen. Mit dem Nachweis der von den Menschen verursachten „Naturwüchsigkeit“ der ökonomisch-gesellschaftlichen Prozesse hat Marx für das „Kapital“ begründet, warum es eine große Übereinstimmung mit solchen modernen Systemtheorien aufweist, deren Forschungsgegenstand die Selbstorganisation in natürlichen Systemen ist. Diese Übereinstimmung zeigt ein Vergleich der zyklischen Prozessstruktur der Herstellung der Durchschnittsprofitrate mit dem „Attraktor“, den die meisten komplexen Systeme aufweisen, insofern ihre Prozessstruktur durch eine ganz bestimmte zeitabhängige Abfolge von Zuständen bestimmt ist. Moderne Systemtheorien der Wirtschaft scheitern als nicht begründete Abbilder von Systemtheorien biologischer Prozesse ebenso an der Komplexität des kapitalistischen Reproduktionsprozesses wie an der Erklärung des Zusammenhangs von System und Handlung.

 

 

Marx’ „Kritik der politischen Ökonomie“, Hegels Philosophie des Geistes und die Interdisziplinarität der Wissenschaften (PDF)

 

 

Dieter Wolf, Ausführungen zum Systemcharakter der ökonomisch gesellschaftlichen Verhältnisse, zu den methodisch bedeutsamen Abstraktionen und zur „Methode des Aufsteigens vom Abstrakten zum Konkreten“

 

 

Dieter Wolf, Gesellschaftliche Praxis und das Problem der Geldware. In: Ansgar Knolle-Grothusen, Stephan Krüger, Dieter Wolf. "Geldware, Geld und Währung. Grundlagen zur Lösung des Problems der Geldware".
Argumentverlag Hamburg, Oktober 2009, ISBN • 978-3-88619-345-5 (262 Seiten, [D])
www.argument-buchhandlung.de 10999 Berlin, Reichenberger Straße 150

 

Editorial
Die aktuelle weltweite Kreditkrise, die ihren Ausgang von den „Subprime-Hypotheken“ in den USA nahm, zeigt deutlich, dass der unvermittelte Umschlag des Kreditsystems ins Monetarsystem keineswegs nur ein Phänomen des Geldsystems des 19. Jahrhunderts war, welches heutzutage keine Gefahr mehr darstellen würde. Diese Gefahr, heute mit einer aus der Kernreaktortechnologie entlehnten Metaphorik gern als „Kernschmelze des internationalen Finanzsystems“ und „GAU“ bezeichnet, rückt die Frage nach der Qualität des heutigen Geldes erneut ins Zentrum des Interesses.
Die seit dem Ende des Bretton-Woods-Systems nicht mehr gegebene formelle und fixe Konvertibilität der Währungen gegenüber der Geldware Gold hat verschiedene Interpreten des Marxschen Kapitals veranlasst, die Notwendigkeit einer Geldware für die Konsistenz der Marxschen Theorie in Frage zu stellen. In Auseinandersetzung mit solchen Interpretationen, die sich um ein Kapital ohne Geldware bemühen, wird zunächst die Notwendigkeit der Existenz einer Geldware auf den Abstraktionsebenen der Darstellung der ersten drei Kapitel des Kapitals als Resultat einer gesellschaftlichen Praxis nachgewiesen, in der die Menschen unbewusst-bewusst die in unterschiedlich entwickelten Formen des Werts erscheinenden ökonomisch gesellschaftlichen Verhältnisse schaffen.
Weiterhin wird der Entfaltung der Geldfunktionen im Marxschen Werk und der daraus resultierenden besonderen Geldformen bis hin zum Kredit und Bankensystem nachgegangen und die Verselbstständigung dieser Geldformen gegeneinander sowie ihr vielfach vermittelter Rückbezug auf die Geldware untersucht.
Abschließend wird das heutige Zentralbankgeld als eine spezifische Symbiose von Wertzeichen und Kreditgeld bestimmt und der Versuch unternommen, anhand der Geldpolitik der Deutschen Bundesbank die praktische Vermittlungskette von der Geldware zum heutigen Repräsentativgeld darzustellen, d.h den praktischen Denominationsprozess darzustellen, der es den Währungen ermöglicht, auch bei nicht mehr gegebener formeller Goldkonvertibilität als Maß der Werte zu dienen.
Mit dem, was zu diesen drei Komplexen in den Beiträgen dieses Buchs ausgeführt wird, soll eine Grundlage geschaffen und ein Anstoß gegeben werden für weitere Forschungen, um ausgehend von den Basiskategorien des Marxschen Kapitals deren Vermittlung mit den heutigen Erscheinungsformen von Geld, Währung und Preisen schlüssig darzustellen.

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Dieter Wolf: Zur Methode in Marx’ „Kapital“ unter besonderer Berücksichtigung ihres logisch-systematischen Charakters. Zum Methodenstreit zwischen Wolfgang Fritz Haug und Michael Heinrich. In: Ingo Elbe, Tobias Reichardt, Dieter Wolf: Gesellschaftliche Praxis und ihre wissenschaftliche Darstellung.
Beiträge zurKapital-Diskussion Wissenschaftliche Mitteilungen.
Heft 6. Argument Verlag, Hamburg, 2008. ISBN • 978-3-88619-655-5 (265 Seiten, [D])
www.argument-buchhandlung.de 10999 Berlin, Reichenberger Straße 150

 

Klappentext:

In diesem Sammelband geht es um wichtige Aspekte der wissenschaftlichen Darstellung der gesellschaftlichen Praxis, soweit sie Gegenstand der ersten Kapitel im ersten Band des Kapitals ist. Mit der Betonung der gesellschaftlichen Praxis wird auf den ebenso selbstverständlichen wie grundlegenden Sachverhalt abgehoben, dass die ökonomisch gesellschaftlichen Strukturen von den Menschen in ihrem Verhalten zueinander und zur Natur auf eine bestimmte unbewusst-bewusste Weise geschaffen und gestaltet werden. Der Zusammenhang von ökonomisch gesellschaftlichen Strukturen und dem Handeln der Menschen zeichnet sich als gesellschaftliche Praxis durch bestimmte mit dem Kapitalverhältnis gegebene Eigentümlichkeiten aus. Die methodische Verfahrensweise der Darstellung, mit der die gesellschaftliche Praxis erklärt werden soll, muss sich, um diesen Eigentümlichkeiten gerecht zu werden, ebenfalls durch ganz bestimmte Eigentümlichkeiten auszeichnen, die für ihren wissenschaftlich rationalen Charakter verantwortlich sind. Mit den Einsichten, die Marx in Auseinandersetzung mit dem ihm zugänglichen Stück Zeitgeschichte und den einschlägigen ökonomischen Theorien über den kapitalistischen Gesamtreproduktionsprozess gewonnen hat, konnte er dessen wissenschaftliche Darstellung im Zeichen der „contemporären Geschichte des Kapitals“ methodisch auf das ausrichten, was er den „idealen Durchschnitt“ und die „Kernstruktur“ des Kapitals nannte. Mit dem hier sich eröffnenden methodischen Horizont wird auch erklärt, warum die Darstellung gerade als logisch systematische kein der gesellschaftlichen Praxis äußerliches Gedankenkonstrukt ist.
Auf welche wissenschaftlich rationale Weise im Kapital die durch die besondere gesellschaftliche Praxis gegebenen Probleme gelöst werden, wird detailliert an Hand einer Auseinandersetzung mit repräsentativ ausgewählten Kapital-Interpretationen an konkreten Schritten der Darstellung der ökonomisch gesellschaftlichen Formen nachvollzogen. Hierbei werden auch vermeintliche und wirkliche Ambivalenzen und Veränderungen in der Darstellung einiger dieser ökonomisch gesellschaftliche Formen in den verschiedenen Auflagen des Kapitals berücksichtigt.

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Der Begriff des dialektischen Widerspruchs in Marx' »Kritik des Hegelschen Staatsrechts«
Auszug aus dem Buch "Der dialektische Widerspruch im Kapital"


„Nachlese“ zu einer Diskussion des Artikels über „Marx` Verständnis des Werts und der abstrakt menschlichen Arbeit in den Grundrissen“. (Der zur Diskussion gestellte Artikel ist zur Zeit auf dieser Website „Neue Texte“) zugänglich und später unter dem Menupunkt „Artikel“).


Marx`Verständnis des Werts und der abstrakt menschlichen Arbeit in den „Grundrissen"


Zur Methode des Aufsteigens vom Abstrakten zum Konkreten.


Wert und abstrakt menschliche Arbeit in Michael Heinrichs Buch „Wie das Marxsche „Kapital“ lesen?


Konstitutive Rolle der theoretischen Abstraktionen für die Methode der wissenschaftlichen Darstellung.
Vortrag gehalten in Hamburg.


Übergang vom Geld ins Kapital. Warum ist die „dialektische Form der Darstellung nur richtig, wenn sie ihre Grenzen kennt“? In: Carl-Erich Vollgraf, Richard Sperl & Rolf Hecker (Hrsg.): Beiträge zur Marx-Engels-Forschung, Neue Folge 2007, Hamburg, 2007, S.45 ff. ISBN 978-3-88619-667-8


Gesellschaftliche Arbeit im "Kapital"


Cornelius Castoriadis und Karl Poppers platonischer Idealismus. Dieser Text gehört zu dem bereits erschienen Buch: Michael Sommer, Dieter Wolf, Imaginäre Bedeutungen und historische Schranken der Erkenntnis. Eine Kritik an Cornelius Castoriadis.
Hamburg 2008, Argument Verlag • ISBN 978-3-88619-344-8 ( 274 Seiten, [D])
www.argument-buchhandlung.de


Das Kapital als automatisches Subjekt und die Einheit von Darstellung und Kritik [als PDF] Dieser Exkurs gehört zu dem bereits erschienen Buch: Michael Sommer, Dieter Wolf, Imaginäre Bedeutungen und historische Schranken der Erkenntnis. Eine Kritik an Cornelius Castoriadis.
Hamburg 2008, Argument Verlag • ISBN 978-3-88619-344-8 ( 274 Seiten, [D])
www.argument-buchhandlung.de